Gleichstellung

Projekt Baltic Gender

Lange Zeit galt die Meeresforschung als ein von Männern dominierter Arbeitsbereich. Das hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Auf See und an Land forschen Frauen und Männer aus aller Welt gemeinsam an interdiziplinären Projekten. Diese erfreuliche Entwicklung spiegelt sich allerdings noch nicht in den Führungsebenen wider. Wie in vielen anderen Bereichen auch, sinkt der Frauenanteil nach der Promotion spürbar. Dies zeigt sich besonders bei Professuren, Fahrtleitungen und in der Leitung technischer Abteilungen.

Acht wissenschaftliche Einrichtungen aus den fünf Ostsee-Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Litauen und Deutschland haben sich mit dem Projekt "Baltic Gender" vier Jahre lang (2016-2020) der Veränderung dieser Situation gewidmet. Die Koordination des mit 2,2 Mio. Euro durch die EU geförderten Projekts lag beim GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. In "Baltic Gender" sind wirksame und aussagekräftige Indikatoren entwickelt worden, die die Institutionen in ihre Entwicklungsplanung aufgenommen haben, um Gleichstellungsziele zu erreichen und damit die Karrierechancen von Frauen in der Meeresforschung zu verbessern.

Im Teilprojekt der CAU Kiel wurden die strukturellen Rahmenbedingungen für Geschlechtergerechtigkeit in den Blick genommen. Zentral war die Frage, wie sich die Strukturen und Prozesse in den Partnereinrichtungen auf Frauen und Männer auswirken. Schwerpunktmäßig wurden Verfahren der Personalgewinnung, zentrale Entscheidungsprozesse und die Verteilung von Ressourcen betrachtet. Der Best Practice-Katalog  "Gender equality in marine sciences. Best practices on structural change" (2018) umfasst eine Sammlung besonders unterstützender Maßnahmen zur Verbesserung von Prozessen und Strukturen, zudem Empfehlungen für andere Institutionen, die ähnliche Aktivitäten planen. Eine weitere Broschüre "Progress in gender equality. New practices on structural change in marine science" (2020) präsentiert die im Laufe der Projektzeit entstandenen Maßnahmen, die zu einer strukturellen Veränderung in den Institutionen geführt haben. Darüber hinaus wurden Indikatoren entwickelt, mit denen strukturelle Fortschritte gemessen und Ziele für die Gleichstellungspläne der Institutionen abgeleitet werden können.

In anderen Teilprojekten von "Baltic Gender" wurden inhaltliche Schwerpunkte wie die Karriereentwicklung von Wissenschafterinnen, Netzwerkbildung, die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft oder die Integration von Genderaspekten in meereswissenschafltiche Forschung und Lehre verfolgt. Die Ergebnisse des Projekts sind in ein "One Pager" zusammengefasst.

Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts sind hier zu finden.

Gender-Sensitive Teaching: An introduction for teaching staff in STEM

GenderWave: A digitool to support incorporation of gender perspectives into marine research and innovation

Leaflet "Dealing with sexualized violence on expeditions"

Aktuelles

Forscherinnen von der Förde

  • Prof. Katesa Schlosser (08.10.1920-09.12.2010)
    Ethnografin, Afrikanistin, Religionswissenschaftlerin

    Studium der Ethnologie und Architektur in Dresden, Wien und Jena. 1945 Promotion mit dem Thema "Prophetismus in Afrika". 1947 Einstellg. als wiss. Hilfskraft im Inst. f. Völkerkunde (Museum) der CAU, 1950 Assistentin mit Lehrauftrag an der CAU, 1956 Habilitation an der CAU, 1960 Kustodin des Museums f. Völkerkunde der CAU, 1964 Ernennung zur wiss. Rätin und Professorin, 1970 Ernennung zur ordentlichen Professorin für Ethnologie und zwischenzeitlich zur Direktorin der ethnologischen Abteilung des Zoologischen Museums der CAU. Ausführliche Informationen zu Frau Prof. Katesa Schlosser finden Sie unter diesem Link.

    Professorinnen-Bröschüre der Ma-"
           thematisch-Naturwissenschaftli-
           chen Fakultät

    Der steinige Weg der Professo-
           rinnen in der Wissenschaft

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
Gleichstellung Fakultäten

Kontakt

  • Gleichstellungsbeauftragte
    Dr. Iris Werner
    Christian-Albrechts-Platz 4
    24118 Kiel
    Tel.:      +49 431 880-1651
    Email:  iwerner@gb.uni-kiel.de

    Geschäftszimmer:
    Dagmar Patz
    Tel.:      +49 431 880-1661
    Fax:      +49 431 880-1751
    Email:  dpatz@gb.uni-kiel.de