Gleichstellung

Projekt Baltic Gender

Lange Zeit galt die Meeresforschung als ein von Männern dominierter Arbeitsbereich. Das hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Auf See und an Land forschen Frauen und Männer aus aller Welt gemeinsam an interdiziplinären Projekten. Diese erfreuliche Entwicklung spiegelt sich allerdings noch nicht in den Führungsebenen wider. Wie in vielen anderen Bereichen auch, sinkt der Frauenanteil nach der Promotion spürbar. Dies zeigt sich besonders bei Professuren, Fahrtleitungen und in der Leitung technischer Abteilungen.

Zurzeit widmen sich acht wissenschaftliche Einrichtungen aus den fünf Ostsee-Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Litauen und Deutschland mit dem Projekt "Baltic Gender" der Veränderung dieser Situation. Die Koordination des mit 2,2 Mio. Euro durch die EU geförderten Projekts liegt beim GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. In "Baltic Gender" sollen wirksame und aussagekräftige Indikatoren entwickelt werden, die die Institutionen in ihre Entwicklungsplanung aufnehmen können, um Gleichstellungsziele zu erreichen und damit die Karrierechancen von Frauen in der Meeresforschung zu verbessern.

Im Teilprojekt der CAU Kiel werden die strukturellen Rahmenbedingungen für Geschlechtergerechtigkeit in den Blick genommen. Zentral ist die Frage, wie sich die Strukturen und Prozesse in den Partnereinrichtungen auf Frauen und Männer auswirken. Schwerpunktmäßig wurden Verfahren der Personalgewinnung, zentrale Entscheidungsprozesse und die Verteilung von Ressourcen betrachtet. Der Best Practice-Katalog "Gender equality in marine sciences. Best practices on structural change" umfasst eine Sammlung besonders unterstützender Maßnahmen zur Verbesserung von Prozessen und Strukturen, zudem Empfehlungen für andere Institutionen, die ähnliche Aktivitäten planen. Darüber hinaus werden Indikatoren entwickelt, mit denen strukturelle Fortschritte gemessen und Ziele für die Gleichstellungspläne der Institutionen abgeleitet werden können. Nähere Informationen zu ausgewählten Kieler Projekten finden sich in der Pressemitteilung vom 20.11.18.

In anderen Teilprojekten von "Baltic Gender" werden inhaltliche Schwerpunkte wie die Karriereentwicklung von Wissenschafterinnen, Netzwerkbildung, die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft oder die Integration von Genderaspekten in meereswissenschafltiche Forschung und Lehre verfolgt. Zudem wird "Baltic Gender" durch zahlreiche Informationen und Angebote zum Mitmachen mit Leben gefüllt. Beispielweise werden Wissenschaftlerinnen in einem  Blog vorgestellt, es gibt ein Mentoring-Programm oder Fortbildungen zu Themen wie Gender in der Lehre.

Aktuelles

  • Einen Link zur Beratung für Studierende bei (sexualisierter, körperlicher oder psychischer) Gewalterfahrung finden Sie hier.

     

Forscherinnen von der Förde

  • Antonie Elisabeth Marianne Wlosok
    Philologin (1930-2013)

    Nach einem Studium der evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und einem breit gefächertem Studium an der Universität Freiburg, zu dem u. a. Katholische Theologie und Germanistik gehörte, studierte Antonie Wlosok an der Universität Heidelberg Klassische Philologie. 1958 erfolgte dort die Promotion und im Jahre 1964 die Habilitation. Sie blieb an der Universität als Privatdozentin bis zum Jahr 1968. Im Anschluss übernahm sie an der CAU Kiel die Professur für Klassische Philologie bis zum Jahre 1974. Danach wechselte sie an die Johannes-Gutenberg-Universität nach Mainz. Neben Ilona Oppelt war Antonie Wlosok eine der ersten deutschen Frauen, die einen Lehrstuhl für Klassische Philologie innehatte.
    Ausführliche Informationen zu Antonie Wlosok finden Sie hier.

    Professorinnen-Bröschüre der Ma-
           thematisch-Naturwissenschaftli-
           chen Fakultät

    Der steinige Weg der Professo-
           rinnen in der Wissenschaft

Gleichstellung Fakultäten

Kontakt

  • Gleichstellungsbeauftragte
    Dr. Iris Werner
    Christian-Albrechts-Platz 4
    24118 Kiel
    Tel.:      +49 431 880-1651
    Email:  iwerner@gb.uni-kiel.de

    Geschäftszimmer:
    Dagmar Patz
    Tel.:      +49 431 880-1661
    Fax:      +49 431 880-1751
    Email:  dpatz@gb.uni-kiel.de